Oryx

An Frieds 60. Geburtstag verkündete Frauke, dass sie im Internet gerade ein Billig-Ticket nach Namibia ergattert hätte und sie in 2 Tagen zu ihrer Patentante fliegen würde, deren einjähriger Namibiaaufenthalt dem Ende entgegen ging. Fried war etwas neidisch auf seine Tochter. Als sie nach ihrer Rückkehr die geschossenen Fotos insbesondere von Etosha zeigte, wurde der Neid noch größer und ebenso der Wunsch auch einmal dorthin zu fliegen. Als er im Spätherbst vorsichtig Renate (sie ist ein Reisemuffel) fragte, ob das nicht das nächste Urlaubziel sein könnte, kam ein kategorisches "Ohne mich!" als Antwort. Aber der Nachsatz "Frag doch deine Tochter, ob die nicht noch mal hin will" ließ wieder Hoffnung aufkommen und Frauke musste nicht zweimal gefragt werden. Damit lag auch schon mit der prüfungsfreien Zeit der Uni Köln der Reisetermin grob mit Juli 2007 fest.

Obwohl wir keine Pauschaltouristen sind, wurden erst mal die Prospekte der großen Touristikunternehmen besorgt, denn aus ihnen kann man für Erstreisen schnell gute Routenvorschläge entnehmen. Die Detailplanung erfolgte hauptsächlich mit den unten unter "Links und Gedrucktes" genannten Quellen. Beschrieben werden meistens eine Nordschleife, eine Südschleife oder beides kombiniert als "Große Klassische Rundfahrt" jeweils von/bis Windhoek. Dazu gibt es Ein-Weg-Variationen von Kapstadt durch den Süden Namibias nach Windhoek oder ab Windhoek durch den Nordosten, den Caprivi-Streifen und den Chobe Nationalpark in Botswana nach Victoria Falls in Zimbabwe.

Frauke wollte auf jeden Fall in den Caprivi und zu den Victoria Fällen und Fried hätte gerne zusätzlich Kapstadt gesehen. Windhoek war nach Fraukes Vorjahreseindruck nicht unbedingt sehenswert. So brachen wir die "Große Klassische Namibiarundfahrt" auf, ergänzten sie im Süden und Nordosten um die vorgenannten Variationen zu einer großen Einwegroute. Kurz wurde ein Abstecher ins Kaokoveld angedacht, doch das hätte die eh schon lange Reise nochmal um 3 - 5 Tage verlängert und alles muss man nicht beim ersten Mal sehen. Ebenso wurde der Abstecher nach Lüderitz aus Zeitgründen gestrichen. Lieber wollten wir an den meisten Orten 2 Nächte und an einigen sogar 3 Nächte bleiben; denn hetzen sollte man durch dieses Land nicht.

Reiseroute

Damit Stand unsere Route wie folgt fest: Kapstadt - Springbok - Fish River Canyon - Keetmanshoop - Tirasberge - Sesrim (Sossusvlei) - Swakopmund - Cape Cross - Twyfelfontein - Kamanjab - Etosha NP - Hoba Meteorit - Grashoek - Okavango River - Kwando River - Kasane (Chobe NP) - Victoria Falls.

Nun ging es an die Buchung der Flüge, die von Frieds Meilenkonto zumindest teilfinanziert werden sollten, denn 415,- Euro für Gebühren und Steuern zahlten wir für 2 Personen auch. Für den 02. Juli waren noch Flüge von Köln bzw. Linz über Frankfurt mit South African Airways nach Kapstadt und für den 03.08. abends Rückflüge mit Lufthansa ab Johannesburg zu bekommen. Leider gab es aber auf der Strecke Victoria Falls nach Johannesburg im ganzen Juli und August keine Meilenplätze. Auf Victoria Falls verzichten? Nein!!! Nach einigen Recherchen wurden im Internet Online-Tickets ohne Änderungs- und Rückgaberecht Oneway VFA - JNB für 164 US-$ pro Person für den Nachmittag des 03.08. bei British Airways ausfindig gemacht. Sofort alles gebucht! Und der Reiseplan musste nicht geändert werden.

Die Frage der Fortbewegung war mit der der Übernachtungen gekoppelt, d.h. 4x4 mit Dachzelt oder 2x4 und Betten. Die Tochter tendierte eher zur Campingromantik, der Vater eher zur Bequemlichkeit. Da es im Winter nicht nur nachts sehr kalt werden kann, beim Camping durch Einkaufen, Zelt aufbauen usw die so wie so schon kurzen Tageslichtzeiten nochmal gekürzt würden und der Vater der Finanzier war, fiel schließlich die Entscheidung zu Gunsten der Bequemlichkeit.

Über deutsche Reiseunternehmen wäre ein 4x4-Fahrzeug von Kapstadt bis nach Victoria Falls buchbar gewesen, für 2x4-Fahrzeuge konnten jedoch keine Buchungsmöglichkeit bis nach Zimbabwe ausfindig gemacht werden. Dafür fanden sich aber Hinweise, dass die Lodges in Kasane (Botswana) sowohl Tagestouren als auch Transfers nach Victoria Falls (Zimbabwe) anbieten und täglich durchführen.

Für die Tage in und um Kapstadt haben wir uns für einen Kleinwagen und für die große Tour für einen etwas höher gebockten Wagen mit dickeren Reifen entschieden. Die Details und Probleme hiermit sind unten unter "Mietwagen-Buchungen" und an diversen Stellen des Reiseberichtes beschrieben.

Bei der Routenplanung hatten wir schon festgelegt, wo wir wie lange in welcher Unterkunft übernachten wollten. Zwei Unternehmen wurden angefragt, die sich auf Selbstfahrerreisen spezialisiert haben. Ihre Angebote für Unterkünfte und Mietwagen lagen aber weit über 1.000,- Euro über den Selbstbuchungskosten. Gebucht haben wir dann selbst und zwar - wenn mehrfach angeboten - das jeweils günstigste, gleichwertige Angebot entweder eines Reiseveranstalters über Reisebüros oder direkt beim jeweiligen Anbieter im Internet. Die einzelnen Buchungen werden innerhalb der Reisebeschreibung aufgeführt.

Alle Buchungen ob übers Reisebüro oder das Internet wurden recht schnell bestätigt, bis auf die für Halali im Etosha NP. Nach langer Wartezeit wurde daraufhin bei weiteren Reiseunternehmen und auch direkt bei Namibia Wildlife Resorts (NWR) angefragt. Wegen der Renovierungsarbeiten in den Etosha-Camps nahm aber angeblich das NWR (als Eigentümer) keine Buchungen mehr an. Doch dann frohlocken: Von Thomas Cook erhielten wir eine Zusage! Jedoch einen Monat vor Abreise kam die nächste Hiobsbotschaft durchs Internet. Einige Besucher waren mit Vouchers von Thomas Cook in Etosha angekommen, doch das NWR hatte angeblich wegen Fehlbuchungen des südafrikanischen Zwischenagenten keine Kenntnis von diesen Reservierungen. Eine Auskunft über unsere Buchung war vor unserem Abflug nicht zu bekommen und blieb damit einem Besuch des NWR-Büros in Kapstadt Vorbehalten.

Gespannt wie es weiter geht? Dann hier klicken!

Links und Gedrucktes:

Mietwagen-Buchungen:

AVIS gebucht über DERTour:
Kapstadt (3 Tage): Klasse B3 (Toyota Corolla o.Ä.) [erhalten: VW Polo], Maximum Cover, EUR 30,- pro Tag
Kapstadt - Kasane (25 Tage): Klasse K3 (Nissan X-Trail 2x4 o.Ä.) [erhalten: Hyundai Tucson], Maximum Cover, Frühbucherrabatt, EUR 65,- pro Tag, Einwegmiete mit incl. Grenzüberschreitung Botswana ZAR 1.231,20, Grenzüberschreitung Namibia ZAR 1.231,20

Warnung bei Anmietung in Südafrika und Fahrten in Namibia:
1.  Bereits bei der Buchung darauf bestehen, keinen Hyundai zu bekommen; denn Hyundais haben in Namibia unübliche, (fast) nicht erhältliche Reifengrößen, deren Reifenmischung außerdem nicht für namibische Straßen geeignet sein sollen. (AVIS Namibia)
2.  Südafrikanische Autos sind nur mit einem (schmalen) Notreifen ausgerüstet.
3.  Mit "Maximum Cover" sind nur Reifenschäden in Südafrika gedeckt.
"Premium Maximum Cover" ist in Südafrika nicht erhältlich!

Reisebericht:

Hier als PDF-Datei (3,3 MB) für alle, die es lieber in schriftlicher Form mit weniger Bildern haben.


Karten im Reisewegbild mit freundlicher Genehmigung der Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH
Alle anderen Fotos: eigene Werke.

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