Hippo-Pärchen

Die Völker des Zambesi erzählen folgende Geschichte:

Als der Schöpfer jedem Tier seinen Platz auf der Erde gab, kam ein Hippo-Pärchen und bat ihn, im kühlen Wasser des Zambesi leben zu dürfen, da sie es so sehr liebten. Gott schaute sie an und grübelte: Ihre Mäuler waren so gigantisch, die Zähne so groß und scharf, überhaupt waren sie so riesig und ihr Appetit unersättlich. Er befürchtete, sie würden alle Fische fressen. Außerdem hatte er gerade eben einem anderen Ungeheuer das Flusswasser als Lebensraum zugewiesen - dem Krokodil. Es konnten doch unmöglich zwei solch riesige, hungrige Tiere in Flüssen leben!

So wies der Schöpfer die Bitte der Hippos ab und sagte ihnen, sie sollten auf den Feldern und Wiesen leben. Als die Hippos dies hörten, fingen sie bitterlich zu weinen und zu klagen an. Sie flehten Gott so lange an, bis dieser schließlich nachgab.

Lieber Gott schau, kein Fisch

Er verlangte den Hippos allerdings das Versprechen ab, dass sie niemals auch nur einen Fisch anrühren würden, wenn sie im Fluss bleiben wollten. Sie müssten sich mit Gras begnügen.

Die Hippos versprachen dies feierlich und stürmten vor Freude grunzend zum Fluss.

Und bis heute reißen die Hippos ihre großen Mäuler weit auf und verstreuen den Dung in der Gegend, um Gott zu beweisen, dass darin nicht ein einziges Stück Fisch oder Gräten enthalten ist.

Quelle und © Copyright: Livia und Peter Pack, Stefan Loose Travel Handbuch Namibia, c DuMont Reiseverlag, Ostfildern
Wiedergabe mit deren freundlicher Genehmigung


Fotos: eigene Werke.

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