Antimon-Zyklon Vinto/Bolivien

Zur Verhüttung von reinen Antimonkonzentraten mit 60 - 65 % Sb wurde 1975 eine Schmelzzyklonanlage für die ENAF in Vinto / Bolivien errichtet. Stückerz, Eisenerz, Kalkstein und aus weiteren Prozessstufen zurückgeführte Sodaschlacke werden gemahlen und dann dem reinem Antimonkonzentrat und Holzkohle gemischt. Die Mischung wird dann durch den Reaktordeckel dem wassergekühlten Doppelmantelzyklon zugeführt, in den tangential vorgewärmte Heißluft eingeblasen wird.

Nach dem verflüchtigenden Röstschmelzen im Schmelzzyklon werden Schmelze und Gas in einer darunter liegenden Kammer getrennt. Die Schmelze fließt in einen Elektroofen, in dem sich wiederum ein Stein mit 5 - 9 % Sb von einer Schlacke mit 0,5 - 1,5 % Sb separiert.

Elektroofen mit Zyklon im Hintergrund

Das Abgas durchläuft eine Strahlungskammer und ein Filter. Das gewonnene Filteroxid hat mit 76 - 79 % Sb einen höheren Antimongehalt als das Kühleroxid mit 66 - 70 % Sb. Insgesamt beträgt das Antimonausbringen in den Oxiden 95,5 - 96 %.

Das gewonnene Antimonoxid wird dann mit Soda pelletiert und anschließend in einem Kurztrommelofen auf Rohantimon reduziert, welches wiederum in einem Herdofen raffiniert wird. Die Sodaschlacke aus dem Kurztrommelofen und dem Herdofen wird in die Aufgabemischung des Schmelzzyklons zurückgeführt.

Metallurgische Daten der ENAF-Antimonhütte

CONTOP® ist eine eingetragene Marke der Siemens VAI Metals Technologies GmbH.
Logo und Fotos: © Siemens VAI Metals Technologies GmbH. Wiedergabe mit deren freundlicher Genehmigung.

Copyright © 2003 - 2017 Fried Sauert - Rechtliche Hinweise

nach oben